Neuapostolische Kirche Dresden
Holzkuppel zwischen Himmel und ErdeDas neue Kirchengebäude bietet Platz für etwa 120 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. Betritt man aus dem Foyer den Kirchenraum, wird der Blick von der gebogenen Lehmwand über das fabrige Fensterband hinauf zur schwebenden Holzkuppel gelenkt. Das tragende Holzgewölbe besteht aus gebogenen Rauten, die sich zum Opaion hinaufschwingen. Im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten wandert der Lichtschein des außermittig angeordneten Oberlichts durch den Raum und verleiht ihm im Zusammenspiel mit den von einem Glaskünstler gestalteten farbigen Kirchenfenstern eine ständige wechselnde Atmosphäre.
Zum Einsatz kamen Hightech-Elemente wie präzise CNC-Fertigung und digitales 3D-Design. Das ist CAAD-fertigunge in Reinform: vom digitalen Entwurf direkt auf die Maschine. Lowtech-Materialien wie Lehm und Holz stehen für lokale Handwerkskunst. Die Geometrie des zeltartigen Kuppelgewölbes beruht auf sich nach oben verjüngenden Rauten. Diese wurden aus vorgebogenen Leimholzbindern herausgefräst. Dazu wurden die Daten des Zeichenprogramms direkt in die Maschiensprache der Fräse übertragen. Innerhalb von drei Tagen setzten die Zimmerleute dann 84 Leimholzelemente zur Kuppel zusammen.
Artikel in mikado (Ausgabe 11.2023)
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Bauherr: Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland
Bauort: Pirnaer Landstraße 179, Dresden-Leuben
Bearbeiter: Olaf Reiter, Sebastian Schöler, Fridtjof Schneider
Ausführung: 2023
Sächsischen Holzbaupreis 2024 - Anerkennung
Fotograf: Steffen Spitzner



